Herzlich willkommen bei der ARCUS-Stiftung!

Das lateinische Wort „arcus“ bedeutet Bogen oder auch Regenbogen. Unter diesem begrifflichen Dach haben wir eine Stiftung mitgegründet, die einen Bogen zu den vielfältigen Lebensbedingungen von Lesben und Schwulen schlägt.

Wir beide leben offen und selbstbewusst lesbisch beziehungsweise schwul. Die ARCUS-Stiftung will daran mitwirken, dass dies zur Selbstverständlichkeit für alle Lesben und Schwulen wird. Unsere Stiftung will Menschen bewegen, will Zukunft aktiv gestalten und will Unabhängigkeit garantieren. 

Für diese Ziele suchen wir Menschen, die uns dabei mit Zeit, Geld und ihren Ideen unterstützen. Selbstbestimmt möchten wir zahlreiche Projekte fördern, egal ob es dabei um Kinder, Jugendliche, Seniorinnen und Senioren oder den Alltag von uns allen geht. Schlagen Sie mit uns einen Bogen zu größerer Selbstbestimmung. 

In diesem Sinne zählen wir auf Ihre Bereitschaft, Zukunft zu stiften!

Ihre Bettina Böttinger
Botschafterin der ARUS-Stiftung

Ihr Klaus Nierhoff
Botschafter der ARCUS-Stiftung

+++ Gedenken 2018 +++

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter Gedenktag. Er bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung der Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.

Vertreter_innen der LAG Lesben in NRW, des Schwulen Netzwerks NRW, der ARCUS-Stiftung, des LSVD NRW und des AK LSBTI in ver.di Köln laden jährlich gemeinsam dazu ein, am Mahnmal für die lesbischen und schwulen Opfer des Nationalsozialismus „totgeschlagen – totgeschwiegen“ in Köln Blumen niederzulegen.

Nach einem für Lesben und Schwule ereignisreichen Jahr 2017 – mit der Rehabilitierung der Verurteilten nach § 175 StGB sowie der Gleichstellung der Ehe – stehen wir erneut vor einer Entwicklung, in der eine Ausgrenzung von Minderheiten kein Tabu mehr darzustellen scheint. Rechtsradikale sind in die Parlamente eingezogen und beginnen unverhohlen, die Gräuel des Nazi-Terrors zu relativieren. Hass und Ablehnung treffen dabei die Schwächsten in unserer Gesellschaft – die Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Elend eine Zuflucht und eine Zukunft suchen.

Hier findet Ihr die Reden von Gabriele Bischoff, Vorsitzende der ARCUS-Stiftung, und Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

+++ Presseinformation, 24.01.2017 +++

Im September 2010 wurde die ARCUS-Stiftung, eine Stiftung der schwulen und lesbischen Selbsthilfe, von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Community gegründet. Der Stiftungsvorstand freut sich mitteilen zu können, dass das Land Nordrhein-Westfalen zum Jahreswechsel 2016-2017 eine Zustiftung in Höhe von 135.600 Euro an die Arcus-Stiftung vornehmen konnte.

Seit 2016 gibt es im Landeshaushalt den Zusatz, dass Haushaltsmittel für freie Träger im Arbeitsbereich „Förderung der Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI*), die nicht gebunden wurden, als Zustiftung der ARCUS-Stiftung zugutekommen. Dies war seit Gründung der Stiftung eine der zentralen Forderungen der lesbischen und schwulen Selbsthilfe gegenüber der Landesregierung im Rahmen ihrer politischen Arbeit.

Anlässlich der Zustiftung des Landes Nordrhein-Westfalen an die ARCUS-Stiftung sagt Emanzipationsministerin Barbara Steffens: „Mit der Zustiftung setzt die Landesregierung ein deutliches Signal für eine Kultur des Respekts gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Ich freue mich, dass die Arbeit der ARCUS-Stiftung einen wichtigen Schub erfährt und somit neue Projekte der LSBT*-Selbsthilfe gefördert werden können. Gemeinsam mit den Selbsthilfegruppen werden wir uns weiter für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ohne Homo- und Transphobie einsetzen. Denn alle Menschen haben unabhängig von ihrer sexuellen Identität das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben.“

„Wir freuen uns über die Anerkennung der engagierten Selbsthilfearbeit“, erklärt Gabriele Bischoff, Vorstand der ARCUS-Stiftung, und ergänzt: „Jetzt gilt es, die Gelder sicher und ertragreich anzulegen, denn nur aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals heraus kann die ARCUS-Stiftung Projekte fördern.“ Da die Zinsen auf einem historischen Tiefstand sind, sind Stiftungen mehr denn je auf Spenden angewiesen.

So konnte die ARCUS-Stiftung in den vergangenen Jahren auch dank Förderung durch die Landeszentrale für politische Bildung NRW die Zeitzeug_innenarbeit voranbringen. „Aufgrund einer Spendenaktion konnten wir Dennis Reske aus Gelsenkirchen helfen, der nach einem homophoben Überfall zu einem Pflegefall geworden ist. Dank großzügiger Spenden konnte seine Wohnung umgebaut und Reha-Maßnahmen finanziert werden“, erinnert Markus Johannes, Vorstand der ARCUS-Stiftung.

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